Umfassender Rundgang durch Santa Cruz de La Palma

Umfassender Rundgang durch Santa Cruz de La Palma

Eine historische Stadt

Santa Cruz de La Palma weist ein umfassendes architektonisches und künstlerischer Erbe auf. Die im Osten der Insel gelegene Stadt war einer der wichtigsten kanarischen Häfen, in dem Kaufleute aus den unterschiedlichsten Ländern – Niederlande, Italien, England, Irland usw. – Handel betrieben. Daher kann man in Santa Cruz eine interessante Sammlung von Kunstwerken aus aller Welt (einschließlich Amerika) bewundern. Entdecken Sie die örtlichen Bauten im Kolonialstil, das Kunsthandwerk und die köstliche Gastronomie!

 

Einkaufsbummel in der City

In der Straße Calle O'Daly gibt es unweit des Hafens unzählige Geschäfte, die Kunsthandwerk von der Insel feilbieten. Hier finden Sie diverse kulinarische Produkte aus La Palma, wie z. B. die bekannten Süßwaren der naschhaftesten aller Kanarischen Inseln. Probieren Sie unbedingt die Mandel-Honig-Happen „Rapaduras“ und das Mandelgebäck „Almendrados“! Die Kunsthandwerksläden in der gleichen Straße halten eine große Auswahl an hübschen Andenken bereit.

 

Ein Platz im Renaissancestil

Die Straße Calle O'Daly (auch bekannt als Calle Real) führt Sie in wenigen Minuten zur Plaza de España. Dort können Sie die besten Beispiele für die kanarische Renaissancearchitektur bewundern: die Fassade des Rathauses (16. Jh.), den Renaissancebrunnen (einmalig auf den sieben Kanarischen Inseln) und das Portal der Kirche El Salvador. An dem Platz befinden sich außerdem die Statue des Priesters Manuel Díaz sowie einige der schönsten Herrenhäuser von Santa Cruz.

 

Kirche El Salvador

Die Kirche El Salvador beherbergt eine bedeutende Sammlung an Kunstwerken (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10:00-20:30 Uhr; Samstag: 10:00-14:00 und 18:00-20:30 Uhr; Sonntag: 8:30-13:00 und 19:00-20:30 Uhr). Hervorzuheben sind Schnitzereien im flämischen Stil (Hl. Ludwig, König von Frankreich etc.) und Werke des kanarischen Bildhauers Fernando Estévez (Christus der Vergebung usw.). Sehenswert sind auch das Altarretabel (Antonio María Esquivel), das Taufbecken aus Carrara-Marmor (das älteste seiner Art auf den Kanaren) und das Dach mit Tafelwerk im Mudéjar-Stil (das schönste der gesamten Inselgruppe).

 

Plaza de Santo Domingo

Gehen Sie nun über die Treppe neben der Kirche El Salvador nach oben, biegen Sie links in die Straße ein und an der nächsten Seitenstraße erneut links ab. Nach wenigen Metern erreichen Sie einen Platz. An diesem befindet sich das ehemalige Dominikanerkloster San Miguel de las Victorias, in dem heute ein weiterführende Schule untergebracht ist. Der Zugang zur Kirche ist nur zu sehr begrenzten Zeiten möglich (täglich um 17:00 Uhr), doch falls Sie die Gelegenheit haben, sollten Sie sich die Meisterwerke flämischer Kunst und die größte kanarische Sammlung an Barockretabeln nicht entgehen lassen.

 

Museum für Zeitgenössische Kunst

Direkt unterhalb der Plaza de Santo Domingo befinden sich in der Calle Virgen de la Luz das Museum für Zeitgenössische Kunst und das InterpretationszentrumBajada de la Virgen de las Nieves (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10:00-17:00 Uhr; Samstag: 10:00-13:00 Uhr). Die Einrichtungen, die ihren gemeinsamen Sitz in einem restaurierten Haus aus dem 17. Jh. haben, zeigen einerseits Kunstwerke der wichtigsten kanarischen Künstler und umfassen andererseits diverse Säle, die dem bedeutenden kirchlichen und weltlichen Fest der Herabkunft der Jungfrau vom Schnee gewidmet sind.

 

Wallfahrtskirche San Telmo

Nach dem Verlassen des Museums geht es weiter nach links durch die Calle Virgen de la Luz bis zur Wallfahrtskirche San Telmo. Dort haben Sie nicht nur einen herrlichen Blick über den Hafen und einen Teil von Santa Cruz, sondern können auch das kleine Gotteshaus besichtigen. Die Kirche wurde von den Fischern der Stadt errichtet und ist neben San Telmo auch der Hl. Jungfrau des Lichts geweiht. Sie wurde im typischen Stil von La Palma erbaut, der von den Portugiesen auf die Insel gebracht wurde und insbesondere am Portal, Balkon und Glockengiebel zu erkennen ist.

 

La Recova

Ein idealer Ort, um Einkäufe zu tätigen oder lokale Lebensmittel zu kosten, ist die auch „La Recova“ genannte Markthalle von Santa Cruz de La Palma. Das neoklassizistische Gebäude aus der Zeit Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. ist nicht sehr groß, doch man findet dort Produkte von überall auf der Insel und Spezialitäten mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Außerdem gibt es einige Cafés und Tische im Außenbereich.

 

Entspannung bei einem Kaffee

Nun geht es zurück in die Calle Real. Die viel besuchten Hauptstraßen der Stadt – Calle O'Daly und Calle Pérez de Brito – locken mit etlichen Cafés und Außenterrassen, die zum Verweilen einladen. Dort können Sie einen Kaffee trinken oder Spezialitäten der Insel probieren. Wie wäre es mit einer lokalen Biersorte, gebratenem Käse mit Mojo-Sauce oder Chicharrones (panierter Griebenspeck)?

 

Kirche und Museum San Francisco

Nun haben Sie Zeit, um den Vorplatz des Klosters zu erkunden und das Inselmuseum mit seiner interessanten Kunst- und Taxidermie-Sammlung (Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 10:00-20:00 Uhr; Sonntag: 10:00-14:00 Uhr). Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Kirche (Öffnungszeiten: Täglich 18:00-20:30 Uhr). Der Bau beherbergt eine ganz besondere Sammlung, die u. a. flämische Kunstwerke (Santa Ana Mettertia, Unbefleckte Empfängnis usw.), mexikanische Kunst (Christus auf dem kalten Stein) und Werke aus Andalusien (der eindrucksvolle „Gefallene Christus“ des Bildhauers Benito de Hita y Castillo) umfasst.

 

Plaza de la Alameda mit Schiff

Frisch gestärkt geht es weiter bis zur Plaza de la Alameda (5 Gehminuten). An diesem reizenden Platz sind das Gründungskreuz der Stadt (Cruz del Tercero), ein herrlich verzierter Kiosk, die Zwergenstatue und das Schiff Barco de la Virgen zu finden. Bei dem Schiff handelt es sich um einen Nachbau der Santa Maria aus Zement, der jedoch den Eindruck einer hölzernen Karavelle erweckt. In seinem Inneren hat das Schifffahrtsmuseum seinen Sitz, das sich mit der Seefahrt in der Stadtgeschichte befasst (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10:00-17:00 Uhr; Samstag und Sonntag: 10:00-14:00 Uhr).

 

Castillo de la Virgen

Blickt man vom Barco de la Virgen bergauf, ist eine Befestigungsanlage zu sehen. Dabei handelt es sich nicht um eine echte Festung, sondern um einen Bau, der im Rahmen der alle fünf Jahre stattfindenden Feierlichkeiten zur Herabkunft der Jungfrau vom Schnee eine Rolle spielt – und zwar beim Festakt „Dialog zwischen der Festung und dem Schiff“. Wer bis zur Anlage läuft, wird nicht nur mit einem atemberaubenden Blick auf Meer und Stadt belohnt, sondern kann auch die kleinen Kanonen, die beim Festakt zum Einsatz kommen, sowie einige größere Originalkanonen betrachten.

 

Avenida Marítima

Santa Cruz de La Palma ist eine Stadt am Meer. Entlang des Boulevards Avenida Marítima können Sie nicht nur den Blick auf den Atlantik genießen, sondern auch die berühmten Balkons von La Palma bewundern und bedeutende historische Gebäude sehen (wie z. B. die Festung Santa Catalina – die wichtigste Verteidigungsanlage der Insel und die einzige auf den Kanaren erhaltene Festung im Stil der Habsburger). Der gemütliche Spaziergang durch Santa Cruz endet mit der Rückkehr zum Hafen.